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Historisches Ensemble in der Ziegelhofstraße neu belebt.

Wie aus dem alten „de Fietsenmakers“ ein besonderer Ort für Wohnen und Arbeiten wurde.

Ansicht Ziegelhofstraße

Wer früher vom Pferdemarkt in die Ziegelhofstraße einbog, kam an ihm kaum vorbei: dem legendären Fahrradladen „de Fietsenmakers“ mit den Fahrrädern auf dem Dach. Über Jahrzehnte prägte vor allem dieses Gebäude das Bild des Quartiers – zuletzt allerdings zunehmend sanierungsbedürftig. Inzwischen ist das gesamte Ensemble – bestehend aus der Ziegelstraße 14, 16 und 16a, aufwändig saniert worden.

Bis Ende 2024 entstand aus drei historischen Gebäuden ein aufwendig saniertes Ensemble, das heute modernes Wohnen und Arbeiten mit dem Charakter des Bestands verbindet. Aschenbeck & Aschenbeck entschied sich bewusst gegen einen Abriss. Wo früher Fahrräder verkauft wurden, befinden sich heute außergewöhnliche Räume mit Loftcharakter, historischen Materialien und einer Atmosphäre, die in Neubauten kaum zu finden ist.

 

„Viele haben uns gefragt, warum wir die alten Gebäude nicht einfach abreißen. Aber genau solche Orte geben einer Stadt Identität. Uns war wichtig, den Charakter dieses Ensembles zu erhalten und gleichzeitig Räume zu schaffen, die heutigen Anforderungen gerecht werden. Das ist leider nicht immer möglich. Aber das Ergebnis zeigt, wie viel Atmosphäre und Lebensqualität im Bestand stecken können“,

sagt Berend Aschenbeck, Geschäftsführer von Aschenbeck & Aschenbeck.

 

Ein Stück Oldenburg bleibt erhalten

Das Projekt am Eingang der Ziegelhofstraße vereint auf rund 850 Quadratmetern verschiedene Nutzungen auf historischem Grund. Entstanden ist ein Ensemble aus drei Einheiten, die Wohnen und Arbeiten miteinander verbinden und gleichzeitig den architektonischen Charakter des Viertels bewahren.

Die markante rote Stadtvilla im vorderen Bereich – ein für Oldenburg typischer Altbau – wurde mit viel Liebe zum Detail saniert und umfasst heute vier Wohnungen auf vier Etagen mit insgesamt rund 315 Quadratmetern Wohnfläche. Hohe Decken, Echtholzböden und historische Details verleihen den Wohnungen eine besondere Wohnatmosphäre.

Im Innenbereich des Grundstücks entstand ein begrünter Hof mit diversen kleinen Terrassen und Balkonen und dem Ensemble einen ruhigen, fast versteckten Charakter verleihen. Dachbegrünungen und hochwertige Materialien ergänzen das Konzept.


Besonders prägend ist der ehemalige Fahrradladen an der Straßenseite. Das Gebäude mit seinem industriellen Charakter und dem erhaltenen historischen Mauerwerk wurde zu einer modernen Loft-Gewerbefläche umgebaut. Heute befindet sich dort die Oldenburger Full-Service-Agentur BOHMerang, die die besonderen Räume als neuen Standort nutzt.

 

„Gerade als Kommunikationsagentur leben wir von Kreativität, Austausch und Atmosphäre. Die alten Backsteinwände, die offenen Räume und der industrielle Charakter schaffen ein Umfeld, das perfekt zu unserer Arbeitsweise passt. Man spürt einfach, dass dieser Ort Geschichte hat“,

sagt Jan-Gerrit Dickebohm, Geschäftsführer von BOHMerang.

 

Arbeiten und Wohnen mit Charakter

Auch das hintere Gebäude des Ensembles wurde vollständig saniert und beherbergt heute die Unternehmensberatung Hagehülsmann – activating human potentials. Die Räume werden für Organisationsentwicklung, Business Coachings und Persönlichkeitsentwicklung genutzt.

 

„Unsere Arbeit dreht sich um Entwicklung, Potenziale und Veränderung. Deshalb passt dieses Gebäude so gut zu uns. Hier wurde Bestehendes nicht ersetzt, sondern weiterentwickelt und neu interpretiert. Genau darin liegt auch unsere Haltung gegenüber Menschen und Organisationen“,

sagt Christina Hagehülsmann.

 

Die Sanierung stellte alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Ziel war es, möglichst viel der historischen Bausubstanz zu erhalten und gleichzeitig moderne Anforderungen an Nutzung, Energieeffizienz und Komfort umzusetzen. Historische Holzbalkendecken, besondere Fensterlösungen und traditionelle Materialien wurden bewusst in das neue Nutzungskonzept integriert.

Gerade die Verbindung von historischem Bestand und heutigen Bauvorschriften erforderte zahlreiche individuelle Lösungen. Eine besondere Herausforderung war beispielsweise die Umsetzung aktueller Brandschutzanforderungen in der Ziegelhofstraße 16. Dadurch konnten die ursprünglichen Wohnungseingangstüren mit ihren charakteristischen Glaselementen trotz intensiver Prüfung nicht erhalten werden.

 

„Natürlich wünscht man sich genau solche historischen Details dauerhaft bewahren zu können – sie machen den besonderen Charme solcher Gebäude aus. Aber gerade im Bestand stoßen historische Substanz und heutige Anforderungen immer wieder an Grenzen“,

erklärt Berend Aschenbeck.

 

Auch die Integration neuer Balkone erwies sich als komplex. Die erforderlichen Grenzabstände mussten präzise eingehalten werden, während gleichzeitig eine harmonische Einbindung in die historische Architektur gewährleistet werden sollte.
Hinzu kamen die besonderen baulichen Bedingungen auf dem Grundstück selbst: Aufgrund der engen Zuwegung konnten keine größeren Maschinen oder schweren Gerätschaften eingesetzt werden. Der Rückbau vieler Gebäudeteile erfolgte daher in aufwendiger Handarbeit – ein außergewöhnlicher Aufwand, der viel Präzision und handwerkliches Können erforderte.

Zum Einsatz kamen unter anderem hochwertige Torfbrandklinker aus Wittmund – gefertigt nach traditioneller Handwerkskunst in einer der wenigen verbliebenen Manufakturen dieser Art. Die charakteristischen Steine, die unter anderem auch bei denkmalgeschützten Gebäuden eingesetzt werden, prägen heute wesentlich die besondere Ausstrahlung des Ensembles.

 

„Der ehemalige „de Fietsenmaker“ war über Jahrzehnte Teil des Oldenburger Stadtbildes. Solche Orte verschwinden vielerorts still und leise. Wir wollten zeigen, dass Entwicklung nicht immer Abriss bedeuten muss. Heute lebt der Ort weiter – mit neuer Nutzung, aber derselben Seele“,

sagt Marketingleiterin Stefanie Otten.

 

Mit dem Projekt in der Ziegelstraße zeigt Aschenbeck & Aschenbeck, wie historische Gebäude behutsam weiterentwickelt und gleichzeitig neue Räume für modernes Wohnen und Arbeiten geschaffen werden können – mitten in der Stadt und mit Respekt vor ihrer Geschichte.

 

Pressekontakt:

Stefanie Otten
Unternehmenskommunikation & Leitung Marketing
Aschenbeck & Aschenbeck Projektentwicklung GmbH
Aschenbeck & Aschenbeck Projektentwicklung GmbH
Bergstraße 17
26122 Oldenburg
Tel. 0441 24 92 40 10

Fotos: Ronny Walter & Peter Porikis
Bei Veröffentlichung Beleg erbeten.

Weitere Fotos zum Projekt ››

 

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